Die Videokinematographie des Schluckaktes ist die diagnostische Methode der Wahl bei jenen Symptomen, welche eine Funktionsstörung oder morphologische Behinderung der oberen Speisewege erwarten lassen.
Funktionelle Störungen mehrerer Einheiten lassen sich häufig nach schweren Operationen , Traumen der Kopf/Hals - Region , nach Insulten , beim Morbus Parkinson und bei zahlreichen neurodegenerativen Krankheitsbildern feststellen.
Eine der häufigsten Störungen des oberen Gastrointestinal - Traktes stellt die refluxbedingte Motilitätsstörung mit oder ohne Vorliegen einer Hiatushernie dar. Hier dient die Videokinematographie als Ergänzungsmethode zur Manometrie. Ebenso können Motilitätsstörungen bei leichten Formen der Achalasie , bei zahlreichen Medikamenten , bei Diabetes , nach Eingriffen am Thorax und bei vielen neurologischen Erkrankungen diagnostiziert werden.
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Paraösophageale Hernie |
Zenker - Divertikel |
Hiatushernie |
Auch morphologische Veränderungen lassen sich trotz zentraler Bedeutung der Gastroskopie am besten videokinematographisch dokumentieren. Dazu gehören: Divertikel (Zenker-,Ösophagusdivertikel), membranartige Stenosen (z.B. Webs), der Schatzkiring am gastroösophagealen Sphinkter und Hernien .
Ein neues Indikationsgebiet stellen auch die funktionellen Veränderungen nach chirurgischer Behandlung der morbiden Adipositas mittels Gastric banding dar.
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