| Ein
neues organerhaltendes Verfahren bei Gebärmuttermyomen
Uterusmyome sind gutartige Tumore der Gebärmutter,
die in deren verschiedensten Wandschichten vorkommen können.
Etwa 50% der
gebärfähigen Frauen bekommen solche Uterusmyome,
lediglich die Hälfte davon erzeugt Symptome, in Form
von Zwischenblutungen, verstärkter Regelblutung, oder
Schmerzen und Druckgefühl im Unterbauch. Es können
jedoch auch Kompressionen auf den Darm ausgelöst, und
damit Stuhlunregelmäßigkeiten verursacht werden.
Diese Beschwerden
wurden bisher mit zwei Methoden behandelt, die beide erhebliche
Nachteile hatten: So wurde versucht, das Wachstum der Myome
durch Hormone zu beeinflussen, was einerseits nicht immer
erfolgreich war, und andererseits unerwünschte Nebenwirkungen
nach sich ziehen konnte. Beim operativen Verfahren, bei dem
die Uterusmyome ausgeschält wurden, war nicht garantiert,
daß diese nicht wieder entstehen würden.
Als verläßliche
Therapie stand nur die Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie)
zur Verfügung, die naturgemäß jedoch oft mit
großen psychischen Problemen der Frauen verbunden ist.
Embolisation
(Verschluß der zuführenden arteriellen Gefäße)
Die
sogenannte Embolisation (Verschluß der zuführenden
arteriellen Gefäße) ist ein minmal invasiver Eingriff
und wird von der radiologischen Abteilung in der Angiographieeinheit
unter Narkose mit anästhesiologischer Betreuung durchgeführt.
Dazu wird eine Leistenarterie
punktiert (nach lokaler Betäubung) und dann wird mittels
eines dünnen Katheters (1,5 mm) sowohl die linke als
auch rechte Arterie zur Gebärmutter sondiert. Durch dieses
Kathetersystem werden kleinste Partikel (Kunststoffteilchen)
injiziert, die eine Verstopfung der Arterien hervorrufen sollen.
Der so erreichte völlige Stillstand des Blutzuflußes
zur Gebärmutter führt in der Folge zum Schrumpfen
der Myome.
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Myomgefäße
vor Embolisation
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nach Embolisation
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Ergebnisse:
Die Erfolgsrate, auch
nach größeren Serien zeigt, daß bei Anwendung
dieses Verfahrens 70-90% der Symptome permanent verschwinden.
Lediglich bei etwa 1% der Embolisationen kann es zu Komplikationen
kommen und dabei müßte die Gebärmutter entfernt
werden.
Die durch die Embolisation auftretenden Schmerzen werden mittels
Schmerzpumpe behoben, die Patientin kann nach 3 Tagen die
Abteilung wieder verlassen.
Mit dieser neuen organerhaltenden
Methode zur Behandlung der Gebärmuttermyome kann vielen
Patientinnen die belastende Entfernung der Gebärmutter
erspart werden.
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