Vertebroplastie

   

Die Vertebroplastie ist ein effektives interventionell radiologisches Verfahren zur Behandlung von benignen und malignen Knochenläsionen mittels Knochenzement unter computertomographischer und / oder Durchleuchtungskontrolle.


Wirbelkörperfrakturen verursachen häufig heftigste Schmerzen und vermindern oft die Lebensqualität der meist älteren Patienten.
Gegen diese vornehmlich durch Osteoporose verursachten Wirbelkörperbrüche gibt es eine minimal invasive Technik, bei der Knochenzement (PMMA= Polymethylmetaacrylat) in den brüchig gewordenen Wirbelkörper eingebracht wird; dies vermindert den Druck auf die Wirbelsäule und erleichtert die Schmerzen der Patienten. Wirbelkörperkompressionsfrakturen können durch Osteoporose, Tumore und selten auch durch Wirbelkörperhämangiome verursacht werden.

Die Indikation zur Durchführung einer Vertebroplastie erfolgt frühesten etwa 3 Wochen nach dem Frakturereignis, wenn bis dahin keine befriedigende Linderung der Schmerzen mittels Medikamenten und physikalischen Maßnahem erzielt werden konnte.
Der durch den Wirbelkörperbruch verursachte Schmerz muss genau lokalisiert werden, darf keine radikuläre Qualität aufweisen, welche auf eine Koexistenz mit einer Nervenwurzelreizung oder einer Kompression des Nervenwurzelsackes hinweisen würde.

Technik:

Wir führen die Vertebroplastie unter sogenannter dualer Führung mittels CT und Durchleuchtung durch, dabei wird der Knochenzement, welcher mit KM vermengt wurde in den betroffenen Wirbelkörper eingebracht.

 

optimale Nadelposition
Kontrollbild nach Zementapplikation

Ergebnisse / Komplikationen:

In unserem Hause wurden mittlerweile über 300 Vertebroplastien, vorwiegend bei osteoporotischen Frakturen durchgeführt. Der Frauenanteil betrug 88%.
Wir konnten bei 90% der Patienten eine deutliche Schmerzreduktion erreichen, was sich mit den Ergebnissen anderer Arbeitsgruppen deckt. Schwere Komplikationen durch die Methode sind äußerst selten.
Die Voraussetzung für den Erfolg der Methode ist neben der radiologischen Diagnostik und Durchführung der Methode vor allem die klinische Untersuchung des Patienten.

Wir glauben, dass die Vertebroplastie bei Wirbelkörperfrakturen eine für den betroffenen Patienten hilfreiche Therapiealternative darstellt und eine oft langdauernde und meist mit zahlreichen Nebenwirkungen behaftete Schmerztherapie und Medikation sparen kann.

 

 

 

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