Merkblatt
für die intravenöse Gabe von Röntgenkontrastmittel
(nach den Richtlinien der österreichischen Röntgengesellschaft)
Sehr geehrter Patient, sehr geehrte Patientin !
Sie sind für eine Untersuchung vorgesehen, bei der die Verabreichung eines Kontrastmittels geplant ist bzw. im Rahmen der Untersuchung notwendig ist. Es werden bei uns jodhältige, nichtionische, nierengängige Kontrastmittel der letzten Generation verwendet.
Wozu Kontrastmittel
?
Je nach Untersuchung kann es notwendig sein, dass ihnen eine Kontrastmittelspritze oder Infusion in den Arm verabreicht wird. Dies kann zur Darstellung bestimmter Organe und anatomischer Körperstrukturen der Fall sein und um eventuell krankhafte Veränderungen zu erkennen. Durch das Kontrastmittel kann bei manchen Untersuchungen die Aussagekraft verbessert werden.
Gibt es Komplkationen
?
An der Einstichstelle kann es - wie bei jeder Injektion - zu Schmerzen, einem Bluterguß und sehr selten einer Infektion kommen.
Als bekannte Reaktion auf Kontrastmittel kann ein Wärmegefühl während der Injektion oder auch ein bitterer Geschmack im Mund auftreten. Nach Verabreichung des Kontrastmittels können auch Unverträglichkeitsreaktionen auftreten: Selten kommt es zu leichtem Absinken des Blutdrucks und dadurch zu geringen Beschwerden, sowie Auftreten von Übelkeit oder Schmerzen. Sehr selten sind schwere Nebenwirkungen wie Atemnot, plötzlicher Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen oder Krämpfe.
Selten kann es während der Kontrastmittelinfusion in der Vene zum Kontrastmittelaustritt kommen. Falls sie während der Kontrastmittelinfusion Schmerzen und eine Schwellung des Armes verspüren, verständigen sie bitte sofort, während der Untersuchung, ihren Arzt.
Wissenschatliche Untersuchungen zeigen, dass ca. 97% der Patienten die Kontrastmittel - Verabreichung gut vertragen. Die Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen wird mit 0,04% angegeben. Wie bei fast jedem medizinisch notwendigen diagnostischen Eingriff ist eine lebensbedrohliche Komplikation möglich, jedoch äußerst unwahrscheinlich.
Das Risiko der Untersuchung ist daher sehr gering im Vergleich zum erzielten Nutzen. Sollten dennoch Nebenwirkungen auftreten, steht ärztlich Hilfe sofort zur Verfügung .
Wichtige Fragen
an den Patienten !
Um ein möglicherweise bestehendes Risiko für Kontrastmittel - Reaktionen besser abschätzen zu können, werden folgende Fragen an sie gerichtet.
Haben sie schon eine Kontrastmitteluntersuchung gehabt ? z.B: Nierenröntgen, Computertomographie, Venendarstellung der Beine, Angiographie
Haben sie nach Kontrastmittelverabreichung Nebenwirkungen festgestellt ? Wenn ja, welche ? z.B: Übelkeit, Erbrechen, Atemnot Bewßtlosigkeit Hautausschlag, Schüttelfrost, Schmerzen.
Sind bei ihnen Erkrankungen bekannt ? z.B: Asthma, Allergien, Niere, Nebenniere, Schilddrüse, Zuckerkrankheit, M.Kahler (multiples Myelom)
Haben sie Angst in engen Räumen (Klaustrophobie)?
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